Wir sind eine sozialpsychiatrische Praxis für Kinder und Jugendliche. Diese Art von Praxis zeichnet sich dadurch aus, dass verschiedene Berufsgruppen zusammenarbeiten und unterschiedliche Therapieansätze Eingang finden. Somit sind wir in der Lage, gemeinsam mit den Kindern, den Jugendlichen und ihren Familien einen auf die individuellen Bedürfnisse angepassten Behandlungsplan zu erarbeiten. Häufig ist es auch sinnvoll, wenn wir uns mit anderen Institutionen wie Schule, VorbehandlerInnen und dem Jugendamt austauschen. Wir fungieren dabei als Schnittstelle.

Darüber hinaus bieten wir eine ausführliche Diagnostik an. Im Auswertungsgespräch klären wir die betroffenen Kinder, deren Familien und ggf. weitere wichtige Bezugspersonen ausführlich über die Störungsbilder auf. Wir beraten die Eltern und leiten bei Bedarf zu weiteren Stellen (z.B. Ergotherapie, Logopädie, Erziehungsberatungsstellen) über. Je nach Symptomatik können wir psychotherapeutische Gespräche oder die Teilnahme an unserer Gruppentherapie anbieten.
Wöchentliche Therapietermine wie etwa bei der ambulanten Psychotherapie sind leider nicht bzw. nur überbrückend möglich. Die Behandlung in unserer Praxis kann bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres stattfinden.

Bei einigen Störungsbildern kann eine Medikamentengabe sinnvoll sein. Bei uns findet die Einstellung und Begleitung der medikamentösen Therapie statt. Ist eine langfristige, intensive, ambulante Psychotherapie empfohlen, dann helfen wir gern bei der Suche und überbrücken die Wartezeit grobmaschig. Für Notfälle wie akute Krisen, Suizidalität oder psychotisches Erleben vergeben wir kurzfristig Termine.

Dr. med. Lena Alipoé-Schnetzer

Lena Alipoe-Schnetzer

Schon früh kam ich durch den Beruf meines Vaters mit dem Tätigkeitsfeld „Kinder- und Jugendpsychiatrie“ in Berührung. Dabei schwang immer der Glaube an das Gute im Kind mit. Ich war fasziniert davon, wie die Kinder und Jugendlichen es schafften, schwierigen Situationen zu begegnen und aus diesen eventuell verwundet aber meist gestärkt hervorzugehen. 

Nach dem Abitur absolvierte ich ein dreimonatiges, freiwilliges Praktikum auf einer Station für schwersttraumatisierte Erwachsene mit emotional-instabilen Persönlichkeitsstrukturen. Auch hier konnte ich einen Einblick in die Psyche gewinnen. Nach einem Jahr Auszeit in Westafrika und intensiver Auseinandersetzung mit der Kultur und einem Forschungsprojekt über die Wirksamkeit der traditionellen westafrikanischen Medizin begann ich in Rostock mit dem Medizinstudium. Während des Medizinstudiums entschied ich mich, geprägt durch meine Erfahrungen, für eine Doktorarbeit mit dem Thema „Langzeitfolgen von Kriegstraumatiserungen“ und setzte mich intensiv mit den stärkenden Faktoren (Ressourcen) auseinander, die es den Probanden ermöglichten trotz widriger Umstände, „gesund“ zu altern. 

Im Anschluss an meine Approbation entschied ich mich, zunächst in der Erwachsenenpsychiatrie in Wunstorf zu arbeiten. Doch im Verlauf wuchs immer mehr mein Interesse an der Therapie mit jüngeren Menschen. Sie in der spannenden und aufreibenden Phase zum Erwachsenwerden zu begleiten und zu unterstützen – mit ihnen gemeinsam Krisen, emotionale Schwierigkeiten wie auch belastende Erlebnisse zu bearbeiten – das war es, was ich machen wollte.

Nach drei Jahren in der Erwachsenenpsychiatrie wechselte ich 2010 in die KJP „Auf der Bult“, wo ich bis 2017 in unterschiedlichen Bereichen (Teen Spirit Island, Kinderstation, Jugendlichenstation) eingesetzt war. Während meiner Assistenzarzt-Zeit spezialisierte ich mich auf die tiefenpsychologische analytische Psychotherapie-Richtung. Sicherlich auch durch das Heranwachsen meiner drei Kinder war mir bewusst, wie wichtig die frühen zwischenmenschlichen Beziehungen für die Entwicklung sind. 

Parallel zu meiner Facharztausbildung absolvierte ich eine traumatherapeutische Weiterbildung. Schließlich wurde mir immer klarer, welche gravierenden Auswirkungen belastende Erlebnisse für den weiteren Lebensweg haben und wie wichtig es ist, einen angemessenen Umgang mit dem Geschehenen zu finden. 

Kurz nach meiner Facharztprüfung 2016 entschloss ich mich dann, das Arbeiten im ambulanten Setting zu erproben. Bereits in der Klinik hatte ich festgestellt, wie lohnenswert die Prozesse von Gruppentherapien sind. Deshalb bot ich diese auch weiterhin in der Praxis an und erlangte daraufhin die gruppentherapeutische Zusatzqualifikation. Nach drei lehrreichen Jahren im Angestelltenverhältnis übernahm ich 2020 eine sozialpsychiatrische Praxis, in der ich nun als fachärztliche Leitung mit Freude und Respekt mit den Kindern, den Jugendlichen und deren Eltern zusammenarbeite.

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Unser Team

Peter Beyer Sozialarbeiter

Peter Beyer

Diplom Sozialarbeiter, Systemischer Therapeut

Katharina Buth Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin

Katharina Buth

M.A. Sonderpädagogin, Heilpädagogin, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin i.A., Verhaltenstherapie

Frieda-Hund

Frida

Natürliche Empathiefähigkeit, weiches Fell, geduldiges und freundliches Wesen

Anke Große-Loheide Praxisassistentin

Anke Große-Loheide

Praxisassistentin

Vanessa-Hofmann Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin

Vanessa Hofmann

B.A. Erziehungswissenschaften, Kinder- und Jugendpsychotherapeutin i.A., Verhaltenstherapie

Theresa Käse Jugendlichenpsychotherapeutin

Theresa Käse

B.A. Erziehungswissenschaften, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin i.A., Tiefenpsychologische Therapie, Analytische Therapie

Sonia Kraft Sozialpädagogin

Sõnia Kraft

M.A. Sozialpädagogin · Sozialarbeiterin, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin i.A., Tiefenpsychologische Therapie, Analytische Therapie

Ines Peters Medizinische Fachangestellte

Ines Peters

Medizinische Fachangestellte (MFA), Qualitätsmanagerin

Paula Richter Theaterpädagogin

Paula Richter

Diplom Theaterpädagogin, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin i.A., Verhaltenstherapie